UNICEF-Bericht zur Lage von Kindern und Jugendlichen: Deutschland bleibt unter seinen Möglichkeiten!

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Nachholbedarf besonders bei Kindern von Alleinerziehenden und aus Einwandererfamilien!

Die Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist besser als in anderen Ländern, bleibt jedoch immer noch unter der erreichbaren Möglichkeiten. Die Auswirkungen der Pandemie verschärfen zudem die Tendenzen und legen bereits vorhandene Probleme offen.

Das zeigt nun eine Untersuchung, die der bekannte Familiensoziologe Prof. Dr. Hans Bertram im Auftrag des deutschen Komitees des Kinderhilfswerks UNICEF erstellt hat. Sie wurde diese Woche in einer Online-Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. In ihr wird die Lage von Kindern und Jugendlichen zu Beginn der Corona-Pandemie in allen zentralen Lebensbereichen wie etwa Bildung, materielles und subjektives Wohlbefinden oder Gesundheit dargestellt. Sie bildet damit einerseits eine Grundlage zum Vergleich der Auswirkungen der Pandemie und ermöglicht gleichzeitig Schlussfolgerung für notwendige Maßnahmen zu ziehen. (siehe: Kinder – unsere Zukunft! UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2021.)

Zentrale Ergebnisse – psychische Situation schlechter als in anderen Ländern.

Die Untersuchung zeigt, so UNICEF, „dass es in Deutschland trotz vieler Anstrengungen bisher nicht gelungen ist, allen Kindern vergleichbare Entwicklungschancen zu geben. Nach wie vor haben Kinder aus Einwandererfamilien sowie Kinder von Alleinerziehenden messbar schlechtere Startchancen. Die psychische Situation und die Zufriedenheit der Kinder waren schon vor der Pandemie schlechter als in anderen Industrieländern“.

  • 21% der 15-jährigen Mädchen und 13% der gleichaltrigen Jungen sind mit ihrem Leben unzufrieden.
  • 16% der jungen Frauen in Deutschland schätzen sich selbst als depressiv ein.
  • 91% der 15-Jährigen empfinden ihre Eltern als unterstützend. Doch die durch Covid-19 bedingten Einschränkungen der öffentlichen Räume für Kinder verschärfen bestehende Ungleichheiten und erhöhen den Stress in den Familien.
  • Die Armutsgefährdungsquote für Kinder ist gesunken, bleibt aber gerade für die 2,2 Millionen Kinder von Alleinerziehenden sowie für viele Kinder mit Einwanderungsgeschichte weiterhin zu hoch.

Die gesamte Studie findet Ihr unter: Kinder – unsere Zukunft! Der UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2021.

Materielles Wohlbefinden variiert.

In der untersuchten Kategorie „Materielles Wohlbefinden“ zeigen die ausgewerteten Daten: Die relative Armut von Kindern (Armutsgefährdungsquote) ist 2019 leicht zurückgegangen. Das ist zunächst natürlich positiv, vor allem vor dem Hintergrund des Bevölkerungszuwachses von über 2,5 Millionen Menschen zwischen 2014 und 2018. insbesondere, weil viele der Familien, die neu nach Deutschland gekommen sind, nicht direkt in den Arbeitsmarkt integriert werden können oder über entsprechendes Vermögen verfügen.

Jedoch „variiert die Armutsgefährdung … weiterhin stark nach Familienform, Einwanderungsgeschichte, Region und anderen Merkmalen. Gerade Haushalte mit einem alleinerziehenden Elternteil sind besonders stark von relativer Armut bedroht.“ Bereits Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von UNICEF-Deutschland betonte in seiner einleitenden Rede, dass „Deutschland alle ökonomischen Möglichkeiten hat, um Kinder ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.“ Dementsprechend kommt auch die Studie zu dem Ergebnis, dass „die Jahre des starken wirtschaftlichen Wachstums seit 2010 nicht ausreichend genutzt worden sind“, um die Kinderarmut zu senken.

Bekannt: Armut macht einsam. Negativ für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Bereits Anfang 2019 veröffentlichte der Deutsche Bundestag eine wissenschaftliche „Untersuchung zur Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen auf Bildung und Teilhabe“. Darin hieß es: „Derzeit ist jedes fünfte Kind in Deutschland von Armut betroffen – eine erschreckend hohe Zahl für ein vergleichsweise reiches Industrieland. Im Jahr 2017 lag die Zahl armer Kinder bei 2,55 Millionen und somit bei knapp 20 Prozent. Kinderarmut bedeutet nicht nur materielle Entbehrungen, sondern auch Ausgrenzung und damit fehlende Teilhabe an sozialen sowie kulturellen Aktivitäten (…). Dies kann den Lebensweg betroffener Kinder und Jugendlicher nachhaltig negativ beeinflussen.“

Corona-Einschränkungen verschärfen die Lage.

UNICEF wollte wissen, wie Kinder und Jugendliche zu Beginn der Pandemie leben. So können Vergleiche zu den Folgen der Einschränkungen gezogen werden, die die Pandemie verursacht. Doch schon jetzt lässt sich sagen, „dass die Corona-Krise viele Risiken für das kindliche Wohlbefinden weiter verstärkt. Die Pandemie stellt Familien in ihrem begrenzten Wohnraum vor große Herausforderungen, ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen. Die Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen erhöhen das Risiko, dass Kinder mit Förder- und Schutzbedürfnissen nicht ausreichend erreicht werden“. Besonders dramatisch: Während die Situation während der Krise bekanntermaßen eine Belastung für alle Menschen und auch die Erwachsenen darstellt, sind die langfristigen Folgen für Kinder und Jugendliche besonders groß: „In einem Jahr können Weichen für ein ganzes Leben gestellt werden.“ So Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von UNICEF-Deutschland in seiner einleitenden Rede.

Risiko krank zu werden steigt mit sinkendem Einkommen.

Das Risiko an Corona zu erkranken steigt mit sinkendem Einkommen. Das bewies kürzlich eine Untersuchung der Stadt Köln in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Fraunhofer-Institut: „Corona entwickelt sich besonders gut in sozial deprivierten Vierteln mit niedrigen Mieten und hoher Arbeitslosigkeit“. (Süddeutsche Zeitung: Hotspots am rechten Rheinufer)

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Wir von plusX setzten uns seit 2020 dafür ein, dass jedes Kind und jeder Jugendliche die Chance hat, Dinge auszuprobieren, seine Stärken und Fähigkeiten zu finden und sich und Andere damit zu stärken. Wir glauben, dass nur so gesundes Selbstbewusstsein bei Jede*m entsteht und erfolgreiches gesellschaftliches Leben möglich ist. Mit der Beschaffung und Bereitstellung von Freizeitgutscheinen möchten wir diejenigen Kinder und Jugendlichen unterstützen, die nicht durch ihr familiäres Umfeld, die Möglichkeit zur Teilnahme an regulären Freizeitaktivitäten haben. Wir glauben, dass es glücklich macht, Anderen zu helfen und Teil eines spannenden Projektes zu sein. Wir bringen Menschen zusammen. Anbieter von Freizeitaktivitäten mit Menschen, die Helfen wollen, und Kindern und Jugendlichen.

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